therapie

Viele Menschen bemerken, dass sie immer wieder in ähnliche schwierige Situationen geraten: in Beziehungen, Familie und Freundschaften, im Alltag und im Beruf oder im Umgang mit sich selbst. Oft reagieren wir dann auf eine Weise, die wir selbst nicht ganz verstehen. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie geht davon aus, dass solche Muster häufig mit früheren Lebenserfahrungen zusammenhängen. Der Großteil dieser Erfahrungen sind uns nicht mehr bewusst zugänglich, sondern im Unbewussten (umgangssprachlich oft Unterbewusstsein genannt) gespeichert, von wo aus sie unsere Wahrnehmung und Gefühlswelt sowie unser Verhalten im Hier und Jetzt lenken, ohne dass wir es bemerken - ähnlich wie bei einem Eisberg, bei dem wir nur die Spitze über der Wasserfläche sehen können, während der weitaus größere, wirkmächtigere Teil im Verborgenen liegt. Durch das Eintauchen in die eigene Geschichte können innere Zusammenhänge schrittweise bewusst gemacht und so Stück für Stück mehr Spielraum im Umgang mit sich selbst und anderen gewonnen werden. Im Fokus stehen hierbei in der Regel weniger konkrete Ratschläge oder Aufgaben, sondern ein vertieftes Verständnis der eigenen Person.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie kann bei akuten Krisen ebenso hilfreich sein wie bei länger bestehenden Beschwerden. Dazu gehören zum Beispiel Ängste, depressive Verstimmungen, Beziehungsschwierigkeiten, Selbstwertprobleme oder wiederkehrende Konflikte.